Sonntag, 6. April 2014
Montag, 31. März 2014
Arbeitsresümee im Februar
Am
Monatsbeginn erwartete mich eine Änderung meiner Arbeitssituation: Statt
weiterhin mit den Praktikanten in Terapia Ocupacional zu arbeiten, teile ich
mir nun die Räumlichkeiten mit einer Angestellten der Fundacion, Margarita.
Zwei
Festtage boten den Abuelitos und mir viele Möglichkeiten: Fasching und
Valentinstag. Für ersteren Anlass fertigte ich mit den Abuelitos Clowns an,
deren Gliedmaßen aus so genannten „Hexentreppen“ bestehen. Und da wir bisher
keine Falt-Bastelei auf dem Programm hatten, war es eine willkommene
Abwechslung. Ebenfalls ganz im Zeichen von Karneval standen Girlanden aus
farben- und motivfrohen Krepppapier und Ausmalbilder mit klassischen Motiven.
Valentinstag wurde mit einer Näharbeit eingeläutet: Herzen aus Filz, in den
unterschiedlichsten Farben und Größen. Und ich wurde gehörig auf Trab gehalten:
„Señorita, der Faden muss gewechselt werden!“, „Aber Señorita, fehlt hier nicht
noch Füllung?“, „Jetzt habe ich die
Aufhängeschlaufe vergessen, Señorita.“ […] Im Endeffekt kamen wir auf eine
stolze Zahl von 69 Herzen. Auch Mandalas mit typischen Valentinsmotiven durften
nicht fehlen.
unter der Anleitung von Margarita
Da
uns in Terapia Ocupacional Plastilin in die Hände fiel, luden wir die Abuelitos
ein, daraus Figuren zu formen. Manch einer bewies dabei großes Geschick, bei
manch anderem musste man jedoch Vorsicht walten lassen; zum Beispiel, wenn die
Masse für Essen gehalten wird …
Apropos.
Das ist einer der großen Schwierigkeiten: Das Finden von Handarbeiten und
Spielen, an denen ausnahmslos alle
teilhaben können. Wir müssen uns meist damit zufrieden geben, wenn wir die Mehrheit einbinden können. Abgesehen von
jenen, die sich einzelgängerisch am Rande der Gruppe bewegen, sehen viele nicht
gut, können wenig bis gar nicht gehen, verstehen nicht, usw.
Eines
Nachmittages wurden wir mit einer Nachricht überrascht: „Am nächsten Tag kämen
Leute vom Fernsehen, man solle doch bitte alles säubern.“ Nun gut. Uns standen
lediglich ein paar Stunden zur Verfügung, um das Bastelchaos in Terapia
Ocupacional zu beseitigen und die Räume vorzeigbar herzurichten. Da hier täglich gewerkelt wird und sich im
Laufe der Zeit eine Unmenge an Dingen angesammelt hat (Grundeinstellung: „Wer
weiß, eines fernen Tages könnten wir es doch eventuell unter Umständen
benötigen …“), wäre das Ganze eigentlich eine Wochenaktion … Als der Besuch am
darauffolgenden Tag eintraf, versammelten wir uns mit den Abuelitos draußen und
spielten mit Reifen, Bällen, etc. und im Anschluss daran wurden einige Personen
näher interviewt.
Weiterer
Besuch kündigte sich in Form von Regierungsmitgliedern an, die mit Geschenken
an die Tür klopften: Einmal jährlich bringen sie Rollstühle, Gehhilfen, etc.
Damit wird zwar nur ein Bruchteil der dringend benötigten Utensilien abgedeckt,
aber besser als nichts, oder?
Diesen
Monat versammelten wir die Abueliots nachmittags nicht nur, um Geschichten
vorzulesen oder Bewegungsspiele zu veranstalten, sondern erstmals auch, um so
etwas wie eine Gruppendiskussion – ein gemeinschaftliches Gespräch über
eventuell aufgetretene Probleme, Streitigkeiten, etc. innerhalb der
BewohnerInnen – anzubieten. Da so viele Personen auf beschränkten Raum
zusammenleben, ist es nur zu verständlich, dass es regelmäßig die eine oder andere
größere oder kleinere Schwierigkeit zu lösen gilt.
Ausblick:
Karneval und all seine mit einhergehenden Verrücktheiten Bräuche –
Blumen, Früchte, Schaum und ganz viel Wasser
Samstag, 22. März 2014
Día de la Integración
Der nächste Festtag lässt nicht lange auf sich warten! Neben den regulären Internen und Externen der Fundacion finden sich anlässlich des „Tages der Integration“ weitere hundert SeniorInnen aus den umliegenden Dörfern/Gemeinschaften in der Sporthalle der Schule ein. Zusätzliche Hilfe bekommen wir, also das Personal, von einer Schülergruppe aus dem Nachbarort.
Carlos Vives – Volvi a nacer „Quiero casarme contigo“
Nach der obligatorischen Verspätungsstunde wird die Veranstaltung mit einem Willkommensgruß und Gebet eingeläutet.
Alle Besucher werden in Gruppen eingeteilt, die unter der Leitung einer Person eine knappe – kreative! – Präsentation einstudieren sollen. Theater, Spiele, Gesang, Tanz … In der nächsten Stunde ist alles dabei! Höhepunkt ist aber wohl der überraschend einstudierte Clownsumzug einer Gruppe Abuelitos; angeführt von einer Angestellten der Fundacion, die zwei Kochdeckel aneinander schellen lässt.
Im Anschluss daran kommen wir in den Genuss einer Darbietung landestypischer Tänze in Trachten und eine Gesangseinlage zieht alle Abuelitos von ihren Stühlen … Kurz darauf wimmelt die Halle von Tanzbegeisterten.
Ausblick: Arbeit – Monatsüberblick
Dienstag, 18. März 2014
Herz(lichkeiten)
Da
Valentinstag zufällig auf einen Freitag fällt und wir den Anlass nicht
unerwähnt vorüberziehen lassen wollen, organisieren wir ein kleines Programm:
Am
Nachmittag versammeln sich alle Abuelitos in dem mit Girlanden und Luftballons
geschmückten Essenssaal, wo wir die Tische zur Seite geschoben haben, um einen
Sitzkreis Platz zu machen.
Wir
– die drei Praktikanten, deren Chefin (die Psychologin der Schule) und ich –
beginnen mit einem kurzen Vortrag (Was feiern wir an diesem Tag eigentlich?),
gefolgt von einem witzigen Bewegungsspiel (Während ein/e Vortragende/r einen
beliebigen Körperteil nennt, im selben Moment jedoch auf einen ganz anderen
Teil zeigt, muss der Rest den genannten
Körperteil berühren. Und da das Ganze schnell gehen muss, ist reichlich
Verwirrung vorprogrammiert!), sowie Tanz, Lieder und Gebeten. Ganz im Zeichen
der Liebe stehen zwei Gedichte, die von den Abuelitos vorgetragen werden.
Da
Valentinstag nicht nur der Tag der Liebe, sondern auch der Freundschaft ist – ein Umstand der mir, um ehrlich zu sein, bisher
gar nicht bewusst war -, realisieren wir mit den Abuelitos eine schöne Idee:
Jeder bekommt ein Herz überreich [siehe Foto], das er/sie dann an einem ihm/ihr
besonders wichtige Person weiterschenken soll …
Auch
Geschenke dürfen nicht fehlen: ein Säckchen mit Süßigkeiten und ein
Herzanhänger, an denen ich mit ein paar Abuelitos die letzte Woche genäht habe.
Apropos.
In Chordeleg besteht der Brauch, in der Valentinsnacht unter dem Fenster seiner
Geliebten Serenanden anzustimmen. Laut meiner Gastfamilie, geht das im
Regelfall mit reichlich Alkohol über die Bühne; selbst gesehen habe ich dieses
Romeo-Julia-Spektakel aber leider nicht.
Ausblick:
Tag der Integration – reich besuchte Feierlichkeiten
Samstag, 15. März 2014
Arbeitsresümee im Januar
Die
arbeitsintensiven Vorbereitungen für die Ausstellung am Monatsende [siehe
Blogeintrag „Politischer Reinfall“] vereinnahmten den gesamten Januar. Und da
sich die letzten Arbeiten großer Beliebtheit erfreut und sich wie nichts
verkauft haben, stellten wir auf Bitte der Fundacion den Großteil – inklusive
kreativer Abwandlungen – nochmals her.
Die
Abuelitos fertigten eine neue Pinguinfamilie an – aus großen, kleinen, schmalen
und bauchigen Plastikflaschen, mit einem Regenbogen an Farben. Die im Laufe der
letzten Monate gebastelten Blumen wurden endlich mit Stängel versehen. An Blumenschmuck auf Klopapierrollen und
Eierkarton wurde bis zur letzten Minute fleißig gewerkelt. Und, und, und …
Die längst versprochenen Fotos der Mandalas,
die nun –
einem Mosaik gleichend – in den
Räumlichkeiten von Terapia Ocupacional hängen.
Abgesehen
von jenem Vorbereitungsmarathon in Terapia Ocupacional setzten wir auch unser
nachmittägliches Geschichtenerzählen fort: Neben religiösen Erzählungen wählten
wir erstmals einige ecuadorianische Legenden aus (z.B. Maria Angula) und überraschten
die Abuelitos mit den Bubenstreichen von „Paco y Pedro“, was im Spanischen für
„Max und Moritz“ steht. Diverse Ball- und Reifenspiele, Bewegungsübungen oder
schlicht ein Spaziergang durch den Garten der Fundacion durften
selbstverständlich auch nicht fehlen.
Übrigens.
Der Monat Januar markiert meine Arbeitshalbzeit.
Ursprünglich wollte ich meinen Vertrag mit der Freiwilligenorganisation Ende
Februar beenden, habe das Datum dann aber auf Ende Mai und schließlich ein
weiteres Mal auf Ende Juni verschobenen (insgesamt 10 Monate). Es werden schon
Witze darüber gerissen, dass ich für immer hier bleibe … Aber was soll ich
sagen? Mir gefällt meine Arbeit mit den Abuelitos einfach zu gut!
Ausblick:
Valentinstag – Tag der Liebe und Freundschaft
Freitag, 14. März 2014
Politischer Reinfall
Nachdem
unsere letzte Ausstellung in der Schule der Fundacion so erfolgreich verlaufen
ist, freuen wir uns Ende Januar auf eine neue Gelegenheit: Im Rahmen eines
Sozialprogrammes der Regierung kommen am Hauptlatz Chordelegs verschiedene
Einrichtungen zusammen, die die Arbeiten von Kleinkindern, SeniorInnen, sowie Menschen
mit Behinderungen ausstellen.
Den
uns zugeordneten Part haben Hugo und ich bewältigt: Da wir zuvor die Mehrheit
der Handarbeiten verkauft haben, wurde während der letzten Wochen fleißig
gewerkelt – zum Teil Neufassungen alter Arbeiten, zum Teil neue Ideen. Dann
geht aber alles schief, was schief gehen kann: Bei unserer Ankunft haben wir
weder Tisch noch Zelt und werden schließlich provisorisch neben einem
Essensstand positioniert – und trifft sich der Umstand das dieses Essen auch
noch kostenlos ist, gerät bei den meisten Menschen alles rundherum schnell in
Vergessenheit … Zu allem Übel entwickelt sich die Veranstaltung immer mehr zu
einer Wahlpropaganda, wobei das Hauptaugenmerk nicht länger auf den
Institutionen, sondern auf dem Selbstlob irgendeines Politikers liegt. Als wir
zu Mittag in die Fundacion zurückkehren, haben wir nichts weiter als vom
Transport beschädigte Ware im Gepäck und müssen die Fragen der Abuelitos, ob
wir denn etwas verkaufen konnten, verneinen.
Um
noch einmal auf das Thema Politik zurückzukommen: Anfang des Jahres fanden in
Ecuador Kommunal- und Regionalwahlen statt und boten mir die Chance, die
Situation mit jener in Österreich zu vergleichen. Im Folgenden gehe ich auf ein
paar (relativ oberflächliche) Punkte ein, die mir im alltäglichen Leben
aufgefallen sind.
Die
Wahlpropaganda wird, abgesehen vom Rundfunk, auf Plakaten und Fahnen
ausgetragen. Neben neutralen Plätzen befinden sich diese jedoch auf so gut wie
jedem Auto und Haus – schon vor der Wahl bekommt man also einen mehr oder
weniger offensichtlichen Eindruck davon, wer wo in welchen Ausmaß an Stimmen
gewinnen wird. Mehrmals täglich ziehen Autos durch die Straße, aus deren
Lautsprecher Lieder und Wahlsprüche tönen. Ganz schön nervenzehrend, aber
scheinbar wirkungsvoll – einmal habe ich mich doch tatsächlich dabei ertappt,
während einer Busfahrt die Kennmelodie eines Politikers gesummt zu haben. An
den Wochenenden finden Feste eines jeden Kandidaten mit Tanz, Live-Musik und
Essen statt – die Party-Begeisterten wechseln dann einfach zur rechten Zeit die
Farbe ihres T-Shirts… Ebenfalls typisch sind Auto-Karawanen – eine hupende und
geschmückte Endlos-Autoschlange. (Nicht mehr ganz so lustig ist es, wenn so ein
Umzug um zwei Uhr nachts deine Zimmerwände zum Wackeln bringt.) In einem Dorf
ist das eventuell noch machbar, in einer Großstadt, wie Cuenca, wird aufgrund
dessen jedoch beinahe täglich der Verkehr lahmgelegt.
Ab
16 Jahren kann gewählt werden; wird der Stimmpflicht nicht nachgegangen, droht
eine Geldstrafe (ausgenommen sind SeniorInnen).
Es
trifft sich, dass der Präsident von Ecuador, Rafael Correa, dem Nachbarort
Gualaceo einen Besuch abstattet. Und da ich neugierig auf das Spektakel bin …
Auf dem Hauptplatz kommt scheinbar das ganze Dorf zusammen und die Popularität des
Staatsmannes fällt auch einem Außenstehenden wie mir sofort ins Auge.
Ausblick:
Arbeitsmonat Januar – ein Überblick
Dienstag, 11. März 2014
Oase im Gelben Meer
Im
Januar dominiert ein Thema im Besonderen die landesweiten Nachrichtensender:
Das Aufblühen der Guayacanes steht bevor! Jene Baumart blüht einmal jährlich
für lediglich drei Tage gelb auf. Ecuador teilt sich weltweit mit einem
einzigen weiteren Land dieses Naturschauspiel, das sich seit drei Jahren auch
für nationale und internationale Touristen erschließt. Da das Zentrum des Ereignisses
an der Grenze zu Peru liegt und ich wie gewöhnlich nur die beiden Wochenendtage
frei habe, bin ich bis zuletzt unschlüssig, ob ich meiner Neugierde nachgeben
soll …
Am
Samstagmorgen habe ich mein Hin- und Her-Überlege so satt, dass ich kurz
entschlossen meinen Rucksack packe und im Terminal von Cuenca ein Busticket
nach Loja kaufe. Jene südlich von Cuenca gelegene Andenstadt kenne ich bereits
durch meinen Ausflug nach Vilcabamba.
Nicht
umsonst gab Humboldt der Provinz den Beinamen
„Garten von Ecuador“ – die Vielfalt der Pflanzen ist einzigartig! Die
Landschaft gleicht einem grünen Flickenteppich; bewirtschaftet von kleinen
Bauernhöfen, beweidet von Kühen. Auch das Himmelsschauspiel lässt mich die
Fahrt genießen – wie schon oft erlebt, aber nie an Reiz verlierend, türmen sich
Wolken zu eindrucksvollen Riesengebilden, durchbrochen von Sonnenstrahlen. Dieses Land hört nicht auf, mich zu
faszinieren!
Mein
nächstes Ziel nennt sich Zapotillo, ein im äußersten Süden gelegener Grenzort.
Normalerweise pflege ich während der Busfahrten wie gebannt mit der Nase an der
Fensterscheibe zu kleben und mir deswegen jeglichen Schlaf zu verwehren, dieses
Mal ist meine Schlaflosigkeit jedoch der kurvenreichen und mitunter sehr
mitgenommenen Straße zuzuschreiben. Und da wünscht man sich einmal, der Bus
wäre nicht pünktlich, und just da ist er natürlich überpünktlich … Anstatt wie geplant um 5:00 Uhr, komme ich um 3:30
Uhr an. Mitten in der Nacht, Nahe der peruanischen Grenze in einem mir gänzlich
unbekannten Umfeld, alleine – zugegebenermaßen nicht unbedingt die besten Voraussetzungen.
Die wenigen zur Verfügung stehenden Hostels sind zugeparkt und bestätigen die
bereits aus den Nachrichten bekannte Information, dass alles restlos ausgebucht
ist. Zufällig tritt jedoch eine Frau aus einer der Unterkünfte und wendet sich
mit der Frage „Suchst du eventuell nach einem freien Zimmer?“ an mich. Voller
Hoffnung richte ich mich auf und nicke eifrig. „Tja. Ist aber leider alles
ausgebucht.“ Als würde man dir mit einem Geschenk vor der Gesicht herumwedeln,
nur um dann zu sagen: „Hehe. Ist aber nicht für dich.“ Danke auch!
Wider
Erwarten ist es trotz der Uhrzeit (bereits) sehr warm und der nebenan
befindliche Platz liegt friedlich im Schein einiger Laternen. So kommt es also,
dass ich meine erste Nacht auf einer Parkbank verbringe. Mit meinem Rucksack
als Polster, im Schlafsack eingewickelt und mit einem eindeutigen Sieg der
Müdigkeit über etwaige Sorgen …
Zapotillo
ist ein hübsches Dorf, bestehend aus durchwegs einstöckigen, verandagesäumten
Häusern, das ohne seiner günstigen Lage wohl kaum an (touristischer) Bedeutung
gewonnen hätte.
In
den frühen Morgenstunden fahre ich mit einem Militärfahrzeug, das anlässlich
des Naturwunders kostenfrei von der Regierung zur Verfügung gestellt wird, von
Zapotillo nach Mangahurco, das eigentliche Zentrum der Guayacanes. Während der
dreistündigen Fahrt, die durchwegs auf einer holprigen Schotterstraße
bestritten wird, queren wir ärmliche, von Landwirtschaft lebende Siedlungen und
ein eindrucksvolles Landschaftsbild: Die gelben Bäume begleiten uns von Anfang
an, zuerst nur vereinzelt, dann immer gehäufter, und gerade aufgrund der
grau-braunen Trockenwald-Umgebung sticht ihre Farbe umso kräftiger hervor.
Abgesehen davon bekomme ich etliche Baumriesen zu Gesicht; teilweise über und
über mit Farn behangen, teilweise vom Stamm bis in die Blätterspitzen in Grün
gehalten. Einziger Nachteil: Da das Gefährt offen ist, werde ich eingestaubt,
wie nie zuvor in meinem Leben. Als meine Mitpassagiere und ich aussteigen,
könnte man meinen, wir hätten sämtliche Haushalte Ecuadors entstaubt …
Die
Ankunft entlohnt jedoch jegliche Mühen und Strapazen: Mangahurco gleicht einer
Oase in einem gelben Meer. Die umliegende Hügellandschaft steht in voller Blüte
– gelb soweit das Auge reicht. Am dorfeigenen Hauptplatz spielt ein Orchester,
Essensdampf lockt unter schattenspendenden Zelten (Ziegenfleisch gilt als
dortige Delikatesse!), Souvenirs (u.a. Honig der Baumblüten) werden feilgeboten
und auf Fahrrädern kann man das Umfeld erforschen.
Die
Rückfahrt gestaltet sich nicht weniger aufregend als die Hinfahrt. Nachdem ich
eine derart lange Reise auf mich genommen habe, muss ich leider schon am selben
Tag wieder nach Hause … Per Autostopp werde ich zu meinem Glück nach Loja
mitgenommen, wo wir nach sieben Stunden, einigen halsbrecherischen Fahrmanövern
im dichtesten Nebel, einer Whiskeyflasche und vielen neu gewonnen Kontakten
ankommen. Von dort aus geht es zurück nach Cuenca und nach meiner Ankunft um
4:00 Uhr früh, beginnt wenig später auch schon die Arbeit …
Fazit:
2
Tage
3
Stunden Schlaf
25
Stunden Bus- bzw. Autofahrt 1 unvergessliches Erlebnis
Ausblick: Ausstellung am Hauptlatz von Chordeleg – Wahlkampf – Präsidentenbesuch
Abonnieren
Posts (Atom)






























