Dienstag, 17. Juni 2014

Feliz cumpleaños!

An einem Wochenende überrasche ich die Abuelitos mit selbstgemachten Tortillas; neben Empanadas einer der Spezialitäten des Landes schlechthin. In jedem Markt und an jeder zweiten Hausecke gibt es sie zu erstehen – Tortillas de Maiz (dt. Mais), Tortillas de Trigo (dt. Weizen) und Tortillas de Choclo (dt. Zuckermais), jeweils mit Quesillo (dt. Frischkäse?!). Nachdem ich am Vortag Einweisungen von einer der Angestellten der Fundacion bekommen habe, starte ich mit Hilfe von Hugo, der, wie ich, zwar Erfahrung im Verzehr, aber keineswegs in der Zubereitung besitzt, das Vorhaben „Tortilla“.
 
Mais, angebaut im stiftungseigenen Garten, geerntet von einem rüstigen Abuelito, wird in Gemeinschaftsarbeit ausgekörnt und im Anschluss daran mit einer handbetriebenen Maschine zu einer Paste verarbeitet. Hinzugefügt werden weitere Zutaten, wie Eier, Zucker und Butter. Auf einem heißen Stein brutzelt die dickflüssige Masse zu goldbraunen, annähernd runden Fladen heran. Dem raschen Verzehr nach zu urteilen, sind uns die Tortillas, die in der Regel mit Kaffee serviert werden, gut gelungen und ein weiteres Mal lässt wohl nicht lange auf sich warten …


 
 
 
 
Jener esskochintensive Samstag fällt zufälligerweise auf meinen Geburtstag. Am frühen Abend stoßen meine Gastmutter und eine ihrer Schwestern mit Kuchen und Ständchen zu uns hinzu. In den Genuss eines (süßen) Brauches komme ich unerwartet, als ich mit am Rücken verschränkten Armen einen ersten Biss von der Süßspeise nehmen will und schließlich, nach einem kleinen Stups seitens meiner Gastmutter, mit dem Gesicht in der Torte lande.
 
Da meine Gastfamilie derart viele Personen umfasst und es dementsprechend nicht an Geburtstagen mangelt, wird das Geburtstagskind normalerweise mit Essen und Kuchen gefeiert; ein Fest und Geschenke gibt es nur für die Allerjüngsten.
 
 
Ausblick: Was sich so im Arbeitsmonat April zutrug …?!
 

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