Mittwoch, 20. August 2014

Galapagos - Tierparadies [Insel Zwei]

Zwischen den drei Hauptinseln von Galapagos gibt es zwei Mal täglich Bootsverkehr (drei Stunden in einem Motorboot auf hoher See lassen auch die Hartgesottensten in der Regel stöhnen), den ich in Anspruch nehme, als ich San Cristobal besuche. Mit der 8000 Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Puerto Baquerizo Moreno gilt sie als die zweitmeistbevölkerte Insel des Archipels und ist gemeinhin unter dem Namen „Isla de los Lobos“ (Insel der Robben) bekannt. Tatsächlich ist das erste, was ich zu Gesicht bekomme, eine Seelöwen bevölkerte Hafenbucht; im Meer treiben eigens konstruierte Plattformen und in der Nähe des Anlegesteges gibt es sogar zwei Röhrenrutschen für die Tiere.


 
 
 
 
 
 
Das Museum „Centro de la Interpretacion“ bietet einen wissenswerten Einblick in die Entstehung und Geschichte Galapagos sowie die Flora und Fauna der insgesamt 13 Inseln. Ein gepflasterter Weg führt von dort aus zu „Las Tijeretas“; eine felsige Bucht mit einer Höhle, deren dunkles Gestein von roten und schwarzen Krebsen bevölkert ist. Als ich mich mit Schnorchel und Taucherbrille ins Wasser gleiten lasse, nähern sich zwei Seerobben, die sich verspielt necken und nur eine Handbreit von mir entfernt tollen. Mit Robben schwimmen; was für ein Erlebnis!


 
 
 
 
„La Lobreria“ ist ein Strand mit hohem Wellengang (idealer Ort sowohl für Surfer als auch für Haie …) und beliebter Robbentreffpunkt. Die meisten liegen dösend im Sand; gelegentlich erhebt sich einer träge, robbt ein paar Meter vorwärts und lässt sich dann ohne jeden Aufwand zu Boden plumpsen. Umgekehrt können sie sich bei Bedarf auch recht flink fortbewegen; vor allem im Wasser sind sie wendig und genießen es zu springen, zu spritzen und und und. Es ist einfach ein so schöner Anblick, all die Tiere in ihrem natürlichen Habitus und in Freiheit anzutreffen.


 
 
 
 
 
 
Im Südosten der Insel befindet sich „La Galapaquera Cerro Colorado“, eine 2002 gegründete Schildkrötenaufzucht. Galapagos – ein Ort, der eng mit den Riesenschildkröten verknüpft ist – bietet eine unermessliche Artenvielfalt und der Anblick der wuchtigen Leiber und Panzer lässt mich staunen.

 
 
 
 
 
 
Haben Sie einer Schildkröte schon mal direkt ins Gesicht gesehen? Sie lächelt. Sie scheint etwas zu wissen, was wir nicht wissen.
Michael Ende

 
Alle Inseln des Archipels sind mit verschiedenen Besucherstandorten markiert. Befinden sich jene auf bewohntem Gebiet können sie zum Teil ohne großen Kostenaufwand und individuell besucht werden. Manche Orte bzw. manche Inseln erreicht man jedoch ausschließlich im Zuge einer Tour mit ausgebildeten Guide. Auf San Cristobal nehme ich an zwei Exkursionen teil:
 
„Kicker Rock“ oder auch „Leon Dormido“ (Schlafender Löwe) nennt sich ein gewaltiger aus dem Meer ragender Felsen, den ich mit einer Gruppe von etwa zehn Leuten mit einem Motorboot ansteuere. Auf den Weg dorthin entlang der Küste werden wir auf viele verschiedene Vögel aufmerksam gemacht; der berühmte „Piquero Patas Azules“ mit seinen himmelblauen Füßen, die „Fragata Comun“ mit ihrem roten Kehlkopfbalon, ein wunderschön gelber Kanarienvogel namens „Canario Maria“ … Als Vogelkenner und –liebhaber schwelgt man in Galapagos im Paradies; nur schade, dass ich in dieser Hinsicht so wenig bewandert bin. Mit Neoprenanzüge gegen die Kälte des Meereswassers queren wir schnorchelnd eine Schlucht, die durch einen zweiten spitzen Felsen, einige Meter vom „Mutterfelsen“ entfernt, entstanden ist. Sowohl über als auch unter mir verliert sich mein Blick in schwindelerregende Höhe bzw. Tiefe. Insbesondere an der Felswand tummeln sich Unmengen von Fischen; ein- oder mehrfarbig, schillernd, gestreift, groß, klein, bauchig, länglich … Während ich für die Meeresschildkröten nur ein Staunen übrig habe, flößen mir die ausgewachsenen Haie, die unter mir andächtig ihre Kreise ziehen, zusätzlich eine Spur Angst ein. Einmal meine ich, mich über wogendes Seegras hinwegzubewegen, bemerke aber kurz darauf meinen Irrtum – ein von Millionen, nein, Milliarden Fischen bevölkerter Schwarm versperrt mir die Sicht. Einzig allein das Auftauchen der Haie stellt eine Möglichkeit dar, eine Schere in die undurchdringliche Masse zu bahnen.


 
 
Meine zweite Tour mache ich im Rahmen von „Discovery“; so nennt sich ein erster professioneller Tauchgang, den man in Galapagos nicht wie normalerweise in einem Schwimmbecken, sondern gleich im offenen Meer absolvieren darf. Nach einer ersten Einweisung bemühe ich mich mit meinem halben Körpergewicht am Leibe (Sauerstoffflasche, Bleigürtel etc.) ins Wasser. Ich genieße die beiden Tauchgänge von jeweils 30 Minuten in sieben bis zehn Meter Tiefe bis auf die letzte Sekunde. Was für ein unglaublich schwereloses und freies Gefühl! Mit meinem Tauchlehrer passieren wir etliche Fischschwärme, bekommen eine unterarmgroße Wasserschnecke, Seesterne und Meeresschildkröten zu Gesicht … Durch die Atmung steigen Wasserblasenwolken an die Oberfläche; davon angelockt nähern sich Seerobben, die mit den Blasen spielen, um uns herumflitzen und mich gelegentlich mit ihren Flossen anstupsen.
 
 
Ausblick: Galapagos – dritte und letzte Insel – Natur pur
 

Montag, 18. August 2014

Galapagos - Strandparadies [Insel Eins]

Neben der Küsten, dem Andenhochland und dem Amazonas wartet Ecuador mit noch einem weiteren Gebiet auf – Galapagos. Knappe zwei Wochen nehme ich mir dafür Zeit; da ich als Individualreisende unterwegs bin (viele ziehe Kreuzfahrten vor), nehme ich erstmals einen Bus in die Küstenmetropole Guayaquil und von dort geht es dann weiter via Flugzeug, einer der beiden Galapagosinseln, die über einen Flughafen verfügen, ansteuernd. Neben den Ticketkosten gilt es noch eine Nationalparkgebühr von 100 Dollar zu begleichen. Puh! Damit stellt Galapagos gleich mal unter Beweis, dass ein Besuch deutlich teurer als im Rest Ecuadors ausfällt.


 
 
Mein erstes Ziel nennt sich Santa Cruz, die meistbewohnte Insel des Archipels mit der Hauptstadt („Dorf“ würde es wohl passender treffen) Puerto Ayora. Zentrum ist die Uferpromenade, die von Unterkünften, Restaurants und (Souvenir)Läden gesäumt ist. Am Hafen befindet sich ein Platz mit Grünfläche und Sitzgelegenheiten und alle Nasenlang legen Motorboote, sogenannte „lanchas“, an den Stegen an. Was mich am meisten beeindruckt, ist ganz klar das Wasser. Gerade in Nähe von Booten bzw. Anlegestellen pflegt es in der Regel vor Abfall und Chemikalien zu triefen; hier ist das Meereswasser jedoch von so einer Rein- und Klarheit, dass an mir ständig das Bedürfnis nagt, den ganzen Tag lang nicht anderes zu tun, als zu schwimmen … Des Nachts wird die Mole beleuchtet und vom Licht angezogen, bekomme ich kleine Haie, Rochen, Robben und Fischschwärme zu Gesicht. Am Siedlungsrand liegt die „Laguna Las Ninfas“, ein kleiner See mit Zugang zum Meer, der sowohl Salz- als auch Süßwasser in sich trägt. Ein Ort voller Ruhe! Ein mangrovenüberdachter Weg führt um das Wasser; in Galapagos gibt es vier verschiedene Arten (rote, weiße, schwarze und Buttonmangrove) jener Pflanze. Tierisches Highlight in Puerto Ayora ist der kleine Fischmarkt, der Schwärme schnatternder Pelikane und auch den einen oder anderen bettelenden Seelöwen anlockt. Da geht es zu, wie in einem Zirkus! Charles Darwin, dessen Evolutionstheorie in Galapagos seinen entscheidenden Anfang nahm, ist allerorts präsent. In Santa Cruz gibt es die Charles Darwin-Station, wo unter anderem eine Schildkrötenaufzucht betrieben wird.

 
 
 
 
 
Der für mich schönste Strand in Santa Cruz trägt den Namen „Tortuga Bay“ (Schildkrötenbucht), den man zu Fuß über einen 2.5 Kilometer langen von Kakteen gesäumten, sowie von Eidechsen und Vogelgezwitscher bevölkerten Weg erreicht. Der „Playa Brava“ (Wilder Strand) sollte aufgrund gefährlicher Strömungen gemieden werden; folgt man jedoch dem Strand bis an sein Ende erreicht man eine geschützte Badebucht. Ein Fleckchen Paradies! Schwarze Riesenleguane, sich vom Weiß des Sandes abhebend, dösen im Schatten von Mangroven und Pelikane stürzen sich treffsicher in die Fluten.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hinter der Bezeichnung „Las Grietas“ verbirgt sich eine 10 bis 15 Meter hohe, ins Landesinnere hineinragende Schlucht, die mit süßsalzigem Wasser gefüllt ist. Trotz der Tiefe erlaubt die Klarheit des Wassers einen Blick bis hinab auf den Grund. Felsgetürme teilen die Schlucht in mehrere Becken, in denen sich allerlei Fische tummeln. Abgesehen vom Schnorcheln bzw. Tauchen bietet sich noch eine weitere Aktivität an – Klippenspringen. Bei einem Sprung aus 12 Meter Höhe gelingt es mir so übel aufzukommen, dass ich die nächsten Wochen mit einem blau geschwollenen Oberschenkel herumlaufe … iQue mala suerte!


 
 
Mit einem Bus fahre ich ins Nachbardorf Bellavista, von wo aus es zu Fuß nicht weit bis zum (angeblich zweitgrößten) Lavatunnel Ecuadors ist. 800 Meter können unterirdisch begangenen werden; die andere Hälfte besitzt keinen Ausgang und wird lediglich für Forschungszwecke benützt. (Galapagos entstand durch eine Reihe von im Meer erodierten Vulkanen.) Unglaublich, welches Werk hier die Natur vollbracht hat! Und nach typisch ecuadorianischer Manier werden die Besucher alleine und lediglich mit einer groben Wegskizzierung hinabgeschickt; die an den Tunnelwänden spärlich fixierten Lampen fallen da schon mal gerne aus …


 
 
 
 
„El Garrapatero“ ist ein sehr schöner, etwas windgebeutelter Sandstrand. Nebenan befindet sich eine Wasserstelle, wo im flirrenden Licht der Hitze Flamingos zu beobachten sind. Und auch wenn Galapagos weltweit als Touristenziel bekannt ist, ist davon vor Ort wenig zu spüren – an den von mir besuchten Stränden war ich teilweise alleine bzw. mit nie mehr als einem Dutzend Leute.

 
 
 
Ausblick: Galapagos – Fortsetzung – Insel der Seerobben

Dienstag, 12. August 2014

Despedida

… das spanische Wort für „Verabschiedung“; ein (leider) unumgänglicher Akt, der mich am letzten Freitag im Juni, mit Beendigung meines Vertrages, einholte. Die Wochen davor war ich derart beschäftigt gewesen, dass ich (un)bewusst keinen längerwährenden Gedanken an diesen Tag verschwendet hatte. Umso mehr traf es mich jenen Freitag; kaum hatte ich einen Fuß über die Türschwelle der Fundacion gesetzt, flossen bei den Abuelitos und mir erste Tränen.
 
Nach dem Mittagessen fanden wir uns im Essenssaal ein; zu einem großen Sitzkreis versammelt. Es waren alle zugegen: alle Abuelitos (sogar die Externen, die, da der Chauffeur auf Urlaub war, von Familienmitgliedern hergebracht worden waren), die Pflegerinnen, die Ordensschwestern, die drei Praktikantinnen, die Freiwillige aus Mexiko, die Physiotherapeutin, die beiden Köchinnen, die Psychologin, die Sozialarbeiterin, meine Gastmutter, …
 
Neben den Abschiedsgeschenken hatte ich eine kleine Rede vorbereitet; auch die Oberschwester sowie meine Gastmutter kamen zu Wort. Am Schönsten für mich waren jedoch die Abuelitos, die sich, anfangs noch mit Scheu, dann immer zahlreicher, einer nach dem anderen aus ihren Sitzen erhoben und zu mir traten, mich in den Arm nehmend, mir versichernd, man werde mich vermissen … Es flossen viele, viele Tränen, so viel darf verraten werden.
 
Ich hätte mir keine schönere und keine traurigere Verabschiedung wünschen können – schön, weil es mir noch einmal so richtig vor Augen geführt hat, wie sehr wir uns gegenseitig ins Herz geschlossen haben, und traurig, weil es zwar hoffentlich kein endgültiger, so aber doch ein Abschied auf unbestimmte Zeit sein würde …
 
Nie, nie hätte ich es mir auch nur erträumen lassen, derart in meiner Arbeit mit den Abuelitos aufzugehen. Ich war Teil einer einmaligen Familie, die mich im Laufe des Jahres durch eine Achterbahn an Erlebnissen und Emotionen begleitet hat. Ich werde sie alle vermissen: Charito Muy, für dich ich immer Tortillas besorgt habe; die beiden Carmensitas, mit denen mit nie der Gesprächsstoff ausging; Zoila, zu der ich einfach nicht nein sagen kann; Don Aurelio, der mit mir das Tanzbein schwang; Olfa mit der ich immer Rechnen übte; Luz Maria, deren Lächeln einfach ansteckend ist; Don Quichimbo mit dem ich mich dutzende Male verheiratete und der mich bei Arbeitsschluss nie hatte gehen lassen wollen; Don Gonzalo, der Ausreiser, den ich bis auf das Dach der Fundacion gefolgt war; Diocelina, die immer meine Familie in Österreich grüßen ließ …
 
Und wenn alles rundum perfekt ist, mit etlichen noch ausstehenden Vorhaben, heißt es dann natürlich – wie könnte es anders sein? – Abschied zu nehmen … Fazit: das beste Jahr im allerbesten Projekt mit den allerallerbesten Menschen!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ausblick: Reise nach Galapagos [dreiteilig]

 

Sonntag, 27. Juli 2014

Arbeitsresümee im Juni

Mein letzter Arbeitsmonat … Und auch wenn ich intensiv mit den Abschiedsgeschenken beschäftigt war, allerlei Aktivitäten zum letzten Mal machen wollte und mir sogar eine Liste angelegt hatte, mit den Dingen, die ich unbedingt noch mit den Abuelitos realisieren wollte, wurde mir erst am letzten Tag so richtig bewusst, dass es das nun wirklich gewesen war, das sich meine Zeit in der Fundacion endgültig dem Ende zugeneigt hat … Doch alles der Reihe nach. Auch im Juni verbrachte ich den Großteil meiner Zeit in Terapia Ocupacional, mit den Abuelitos werkelnd, malend, klebend, schneidend etc.
 
Anlässlich des „Día de la Familia“, dem ich mich im letzten Blogeintrag gewidmet habe, kam mir eine, wie ich finde, schöne Idee: Im Internet habe ich etwa handgroße Personenschablonen – Oma, Opa, Mutter, Vater, Mädchen, Junge, sowie Baby – zusammengesucht. Die Abuelitos hatten nun die Wahl, verschiedene Mitglieder ihrer Familie auszumalen; sei es nun die eigene Schwester, der Enkel oder eine Nichte. Im Zuge dieser Arbeit kamen wir rasch ins Plaudern – über die Familienplanung eines Sohnes, die Berufe der Geschwister, das Leben der Eltern …


 
 
 
 
 
Die Abschiedsgeschenke, die ich mit und für die Abuelitos geplant hatte, nahmen viel Zeit in Anspruch: Zum einen galt es, die, bereits im letzten Resümee angesprochenen, Karten für 40 Abuelitos und etwa 30 weiteren Personen fertig zu stellen – das bedeutete viel, viel Flechtarbeit mit Papierstreifen. Zusätzlich zu den Abschiedskarten, in die ich jeweils ein paar persönliche Worte schrieb, schoss ich mit jedem Abuelito ein Foto, um es den- oder derjenigen, aus farbigen Karton geklebt, als Erinnerung zu überreichen. Darüber hinaus formten wir aus einem Salz-Mehl-Wasser-Gemisch Sterne, die bunt bemalt und mit einem Wollfaden versehen, als Anhänger dienen.


 
 
Die Abuelitos waren fleißig am Hülsenfrüchten Schälen, Bohnen, Mais und Erbsen Entkernen, sowie Linsen Putzen/Durchsieben. All das wird im Garten angebaut oder erreicht als Spende die Fundacion. Auch beim Brotbacken war ich dabei – unglücklicherweise verließen sie reichlich angebrannt den Ofen. iQué pena!
 
Neben dem Erzählen von Geschichten und dem Singen von Liedern, übte ich mit ein einigen Abuelitos das Rechnen, sowie die Buchstaben und die Zahlen; letztere Tätigkeiten realisiere ich vorzugsweise am Nachmittag, wenn mir die Möglichkeit gegeben wird, mich mit lediglich einer Person an einen ruhigen Ort zurückzuziehen.
 
Das letzte Mal (Ganz schön deprimierend jene Phrase ständig im Kopf haben zu müssen.) ging es für mich nach Cuenca, zur allmonatlich abgehaltenen Ausstellung. In Begleitung einer rüstigen Abuelita verkauften wir „cubanitos con tinto“ (Sandwiches mit Kaffee) und „pan de Gualaceo“, ein bekanntes und beliebtes Brot aus einer Nachbarortschaft.
 
In meiner letzten Woche stieß auch nochmals Carmen, die Koordinatorin des Freiwilligeneinsatzes, zu uns hinzu, um mit mir und ein paar Angestellten der Fundacion die dritte und abschließende Evaluation durchzuführen.
 
 
Ausblick: Verabschiedung

Freitag, 25. Juli 2014

Día de la Familia

Mal schauen. Was stand bereits alles auf dem Programm? „Día de la Madre“, „Día del Padre“, sowie “Día del Nino”. Dann hatten wir auch noch “Día del Adulto Mayor” [siehe Blogeintrag "Día del Abuelito"] und “Día del Amigo”. “Día de la Familia” schließt nahtlos an diese Aufzählung an und wurde von uns Mitte Juni gebührend in der Fundacion gefeiert.
 
Am Tag davor richteten wir alles her; schleppten dutzende Bänke und Stühle in die Sporthalle (unser Austragungsort), schmückten die Bühne mit dahinter aufragenden Banner … Und da das alles, wie gewöhnlich, in letzter Minute geschah, verfielen wir bei all den noch zu erledigenden Einkäufen und Vorhaben etwas in Stress.
 
Samstags starten die Feierlichkeiten mit einer Messe. Wie immer gibt es Hilfe von auswärtigen Schülern und Schülerinnen, die unter anderem auch die Jause sponsern. Sehr gefreut habe ich mich, dass neben den aktuellen auch die früheren PraktikantInnen zugegen sind. (Damit wäre die Familie komplett. Haha.) Bei der Anzahl an Abuelitos – zwischen 200 und 250 – ist jedwede Unterstützung herzlich willkommen!
 
Neben Gesang, zum Besten gegebenen Anekdoten und Rätselsprüche, Bewegungsspiele, sowie ein paar obligatorische Ansprachen, unter anderem des Bürgermeisters, steht vor allem eines im Mittelpunkt: Tanz. Abuelitos von den „comunidades en el campo“ bieten, gekleidet in Trachten, landestypische Tänze dar, auch eine Gruppe Schülerinnen hat eine Choreographie einstudiert und darüber hinaus darf natürlich jeder der Lust hat, das Tanzbein schwingen … Und da wird teilweise Ausdauer bewiesen!
 
Fürs Mittagessen werden mannsgroße Töpfe mit Reis und Fleischeintopf angeschleppt – gibt es etwas, an dem es nie fehlt, dann ist es Essen!


 
 
 
Ausblick: mein letzter Arbeitsmonat – ein Überblick im Juni