Samstag, 23. August 2014

Galapagos - Naturparadies [Insel Drei]

Da sich meine Zeit auf Galapagos viel zu rasch – Wie sollte es auch anders sein? – ihrem Ende zuneigt, bleiben mir für die dritte Insel lediglich zwei Tage. Jene nennt sich Isabela und besitzt aus der Luft gesehen die Umrisse eines Seepferdchens (vgl. Stiefel von Italien). Auch wenn sie die flächenmäßig größte Insel ist (fast fünfmal so groß wie die zweitgrößte des Archipels) leben auf Isabela nur 2200 Einwohner; so gut wie alle davon in der Siedlung Puerto Villamil. Palmengesäumte Sandstraßen ziehen durch den Ort, der an einer kilometerlangen Strandbucht liegt. Diese völlige Ferne vor allem und jedem spiegelt sich in der dort herrschenden Atmosphäre voller Ruhe und Gemütlichkeit wider.


 
 
 
 
 
 
 
Bei meiner Ankunft dürfen neben den Seerobben natürlich auch nicht die dort heimischen kleinen Pinguine fehlen, die in Rekordgeschwindigkeit durch das Wasser flitzen. Mit dem Meereswind im Nacken und Wellenrauschen in den Ohren folge ich mit einem gemieteten Fahrrad den fünf Kilometer langen „Complejo de Humedales“; eine entlang mehrerer Ausflugsziele gelegene Kiesstraße. Mein erstes Ziel trägt den Namen „Muro de las Lagrimas“ (Mauer der Tränen); eine Mauer aus Lavagesteinsbrocken, die während des Zweiten Weltkrieges von Häftlingen der sich damals auf Isabela befindlichen Strafkolonie errichtet wurde. So genannte „Miradores“ (Aussichtspunkte) bieten Rundum-Blicke über die Küste bis ins Hinterland der Insel. Die Oberfläche Isabelas zählt etliche Vulkane und ein sehr naturbelassenes und vor allem menschenfreies Landschaftsbild. Man sieht, riecht und spürt, welcher Entfaltungsfreiraum und welche Bedeutung hier der Flora und Fauna zugeschrieben wird. Auf meinem Rückweg lege ich unzählige Stopps ein: „El Tunel del Estero“ ist ein durch vulkanische Eruptionen geformter Tunnel bzw. Höhle, von denen es in der Umgebung ein großes Vorkommen gibt. Mangrovenüberdachte Pfade führen zu Süß-/Salzwasser-Lagunen und schwarze Lavafelsen mit früchtebesetzten Kakteen säumen Teiche und Seen. „La Playa del Amor“ ist ein natürlich entstandenes Meereswasserbecken, durch das Reiher stolzieren. Und scheucht man am Strand bei jedem Schritt eine Kolonie Krebse auf, so sind es zu Fuß die Eidechsen. Im Gegensatz dazu lassen sich die Riesenleguane, die mitunter (vor allem in der Brutzeit) die Dorfstraßen queren, nicht so leicht aus der Ruhe bringen.


 
 
 
 
 
 
 
am Strand ... da läge ich auch gerne begraben
 
 
 
 
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Am Rande von Puerto Villamil folge ich einem 1,5 Kilometer langen „Sendero“ (Wanderweg), wo sie auf Isabela beheimatete Vogelvielfalt zu bestaunen ist. Besonders freue ich mich über den Anblick der durch das Wasser staksenden Flamingos. Der Fußweg endet im „Centro de Crianza Arnaldo Tupiza“, das sich dem Artenschutz, sowie der Reproduktion und Aussetzung (nach acht Jahren) von Schildkröten verschrieben hat.


 
 
 
 
Ausblick: meine letzte Reise – Amazonasgebiet – affenbevölkertes Dorf
 

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